5 Gründe warum du Streaming Plattformen meiden solltest

warum streaming plattformen meiden

Ich liebe Geschichten.

Gute Geschichten zu lesen, ist jedoch nicht meine erste Wahl.

Aber eine gute Geschichte in einem Film verpackt und ich bin (leider) dabei.

Wo finde ich solche Filme? 

Auf Streaming Plattformen wie Netflix oder Youtube.

Problem: Sie rauben deinen Schlaf, deine Zeit und liefern häufig bescheidenes Material. 

Derzeit wird in den USA im Durchschnitt 30 Minuten täglich auf Netflix ein Film geschaut. Youtube verzeichnete im Jahr 2017 1.5 Milliarden tägliche Aufrufe. 

Wenn man bedenkt dass ein Video im Schnitt auf Youtube 11.7 Minuten dauert, sehen wir wie viel kostbare Zeit hier verschwendet wird. 

In diesem Artikel zeige ich dir warum du Streaming Plattformen meiden solltest, um deine Zeit und Energie zu schonen.

1) Steuerung unserer Gedanken

Mein erster Kinofilm war das Dschungelbuch, ca. 1990. 

Zusammen mit meiner Großmutter durfte ich im Kino das erste mal auf eine riesige Leinwand schauen. 

Meine Eltern haben uns mit Bedacht an bewegende Bilder herangeführt.

Der Gebrauch von elektronischen Geräten war immer zeitlich begrenzt.

Heute bin ich Ihnen dankbar dafür: Das Gehirn eines Kindes hat keine Chance gegen die Macht von Videos. 

Der Motor der gesamten rechten Hirnhälfte raucht bei Videos.

Die akustischen, visuellen und räumlichen Sinne werden vollends beansprucht.

Wie im Buch von Malcom Gladwell “The Tipping Point” * veranschaulicht, nutzten die Erfinder der Sesamstrasse ein Werkzeug namens “the distracter” um die Aufmerksamkeit zu messen. 

Die daraus entstandenen Grafiken glichen einem Börsenbericht. 

Die Aufmerksamkeit der Kinder konnte so berechnet, analysiert und dargestellt werden. 

Dies geschah vor 50 Jahren. 

Nicht auszudenken wie es heute ist. 

Das Ziel der Sesamstraße war, Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Indem die Realität mit Menschen und die Fantasie mit Puppen durchmischt wurde.

Für diesen Erfolg war die Manipulation unseres Gehirns notwendig. 

Denn wir wissen, dass heute Aufmerksamkeit die Währung der Medien ist.  


2) Fehlende Struktur

Kannst du dich noch an die Zeit erinnern, als du 30 Minuten täglich fern schauen durftest? 

Als du dir das TV Magazin durchgeblättert hast um das Programm der nächsten Woche zu studieren?

Oder als du für Pokémon oder Digimon von der Schule nach Hause gerannt bist, um die Folge auf keinen Fall zu verpassen? 

Heute setzen wir uns auf das Sofa drücken den Knopf der Fernbedienung, wählen das gewünschte Programm aus und lehnen uns zurück. 

Wir warten nicht erst bis 20:15 Uhr wie früher, oder bis die Tagesschau fertig ist. 

Keine Planung notwendig, einfach fernsehen wann und wo man will. 

Über das Weltgeschehen kann man sich heute auch überall informieren. 

Bei Langeweile oder als Zeitvertreib den TV anzustellen ist bei vielen nach einem langen Arbeitstag zur Gewohnheit geworden. 

Ohne Struktur sind wir im Chaos der Vielfalt verloren.


3) Binge Watching

Binge Watching ist für Serien Junkies das, was Alkohol für Ballermann Touristen ist. 

Schaust du lange TV, verlierst du die emotionale Wirkung von Spannung, wirst faul und deine Aufmerksamkeit sinkt.

Weshalb schaust du dir dutzende von Episoden hintereinander an?

Lass die Finger davon:

  • Sie sind Zeitfresser
  • Haben kein Ende (meistens)
  • Die Handlungen wiederholen sich

Zudem zwingen sie dich dazu am nächsten Tag weiter zu schauen, da am Ende jeder Serie ein Rätsel nicht vollständig gelöst wurde. GZSZ lässt grüssen.

Als es noch keine Streaming Plattformen gab, musstest du deinen Hintern vom Sofa bewegen, um die nächste LOST DVD in den Recorder zu schieben. 

Du siehst, Streaming Plattformen meiden macht dich sogar fitter.


4) Ziellos stöbern

Die Qual der Wahl.

Plattformen haben viel Videomaterial, also eine grosse Auswahl.

Finde die Nadel im Heuhaufen.

Wahllos herumklicken ohne wirklich ein Ziel zu haben.

Zeit totschlagen um Langeweile zu überbrücken. 

Eine ideale Zielscheibe für das Virus «Serienjunkie».

Jedes Mal wenn du stöberst, fütterst du nur den Algorithmus. 

Dein Ziel eine(n) gute(n) Film oder Episode zu schauen wirst du nur in den wenigsten Fällen erreichen. 

Um 22:00 Uhr beginnt die Suche, um 22:45 Uhr bist du bei der Kategorie Komödie angekommen. Um 23:30 Uhr hast du immer noch keine Komödie ausgewählt.

Und dabei gibt es nichts zu Lachen.


5) Deprimierende Inhalte 

Wann hast du dir das letzte mal einen Film angeschaut der nicht voller:

  • Gewalt
  • Sex
  • Gossensprache 

war?

Die Grenzen verschieben sich, auch wenn der Inhalt nicht explizit dunkle Themen beinhaltet. 

Jeder Film möchte auf seine Art für Gesprächsstoff sorgen. 

Selbst PG und PG13 Inhalte enthalten oft nervöses Material.

Die grosse Auswahl an Inhalten auf Streaming Plattformen ist die Depro-Spritze für deine Seele.  

Wie Ludwig Feuerbach bereits sagte: „Der Mensch ist, was er isst.” Diese Aussage trifft auch auf deinen Verstand zu. 

Du bist was du streamst.


Kann mal jemand das WLAN abschalten? Ich möchte aussteigen, mir ist schlecht!

Streaming Plattformen haben alle eines gemeinsam – sie rauben deine Zeit und verfälschen dein Bewusstsein. 

Sie saugen deine Aufmerksamkeit auf.

Beginne deine Bedeutungslosigkeit zu akzeptieren. 

Im positiven Sinne – gebe deiner Langeweile Raum – einfach mal nichts tun. 

Lerne mit dir alleine zu sein.

“Herumhängen”, “chillen” oder auch “gammeln” darf zelebriert werden.

Natürlich kannst du dies auch für viel Geld in einem Zen-Seminar oder Meditations-Workshop erleben.

Muss aber nicht sein. 

Vielleicht Hilft dir auch der Wald dabei. 

Langweilst du dich schon? 🙂

Was tust du, um Streaming Plattformen zu meiden? Schreib uns in den Kommentaren.

Dein Simon

Man hat nur ein Leben. Wenn man das aber richtig lebt, genügt auch eins.

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